Jetzt hat es also
auch Dich erwischt! Du trägst Dich mit dem Gedanken, in unsere Fluggemeinschaft
einzutreten. Schon immer hattest Du mit der Fliegerei geliebäugelt,
jetzt strebt er endlich und mit Macht seiner Verwirklichung entgegen -
der alte Kindheitstraum vom Fliegen.
Bist Du vielleicht einer
von jenen, die schon so manchen Sonntag auf einem Flugplatz zugebracht
haben, um dort stundenlang den Flugbetrieb zu beobachten? Täuschen
wir uns, wenn wir glauben, Dich schon öfter um unsere Flugzeuge
herumstreichen gesehen zu haben? Hast Du nicht auch schon versucht,
heimlich die Gespräche der Flieger zu belauschen? Oder war es vielleicht
so, daß Du von einem ,alten Hasen' mit sanfter Gewalt auf den
Flugplatz geschleppt worden bist? . . Es gibt tausend Möglichkeiten,
auf die Fliegerei zu stoßen. Jedoch - was immer auch dahintersteckt
- hier müssen wir einen Spruch in etwas abgewandelter Form anführen:
"Flieger werden ist nicht schwer - Flieger sein dagegen sehr!" Du stutzt?
Recht so! Dann sind die folgenden Zeilen genau für Dich bestimmt;
sie wollen Dir helfen, Klarheit in Dein Vorhaben zu bringen. Du willst
schließlich wissen, was Dich bei uns erwartet (Wer kauft schon
die Katze im Sack?). Und wir wollen nicht, daß Du vielleicht schon
nach kurzer Zeit enttäuscht wieder von uns gehst.
Fliegen - kein Sport
für Individualisten, oder: Wo geben seliger als nehmen ist.
Du trägst,
was Dich bei uns erwartet. Eine entscheidende Frage. Die Antwort: Wir
sind eine Fluggemeinschaft. Unser gemeinsames Hobby ist das Fliegen.
"Klar", wirst Du sagen, "genau das will ich auch; dann scheint ja alles
in bester Butter zu sein!" Einverstanden! Es ist Dein gutes Recht, bei
uns fliegen lernen zu wollen. Wir sind mit dem gleichen Ziel in die
Fluggemeinschaft eingetreten. Doch erinnern wir uns: "Wo geben seliger
als nehmen ist...". "Was hat das mit meinem Wunsch zu tun?" wirst Du
Dich - leicht irritiert - fragen. Eine ganze Menge! Du wirst gleich
sehen.
Stellen wir
uns folgende Szene vor:
Sonntag; herrliches
(Flug-)wetter; irgendwo auf einem Segelfluggelände; vor dem ersten
Start: Emsiges Treiben herrscht. Quietschend öffnen sich die großen
Hallentore. Ausräumen steht auf dem Plan. Grüppchen bilden
sich. Flugzeug um Flugzeug wird an den Start geschoben. Irgendwo beginnt
ein Motor aufzuröhren. Die Winde ist es, die vom eingeteilten Windenfahrer
startklar gemacht wird. Ein anderer ist gerade damit beschäftigt,
das Rückholfahrzeug für einen langen Tag betriebsbereit zu
machen. Kraftstoff muß eingefüllt werden; der Ölstand
wird kontrolliert. Liegt der Seilschirm im Kofferraum? Nein - muß
noch eingeladen werden. Ein weiteres Fahrzeug belebt die Szene: der
Startwagen. Ist die Ausrüstung vollständig? Flugkladde, Telefon,
...? Eben ist die wichtigste Person des Tages eingetroffen, der Flugleiter.
Haben wir eigentlich schon einen Fluglehrer für heute?? Eine ganze
Reihe von Flugschülern wartet nervös auf ihn. Langsam beginnt
das Bild zu zerfließen. Die Gruppen vor den Hallen lösen
sich auf. Der Startwagen wird in seine Position gefahren, die Winde
setzt sich in Gang, auf ihren vorbestimmten Platz hin. Das Telefon wird
installiert; erste Sprechprobe:.Fehlanzeige! Nach einigem Hin und Her
steht die Verbindung Startwagen - Winde. Die Winde hat sich inzwischen
fest etabliert und ist auch schon warmgelaufen.
Das erste Segelflugzeug
steht am Start. Wo bleibt denn nur das Seil? Ohne das geht nichts. Rückruf
an die Winde (Verständigung ~): Was tut denn der Rückholer?
Soll endlich kommen! Der erste Pilot hat es sich in seinem "Schiff"
bequem gemacht. Freundliche Helfer reichen ihm die Gurte. Ruderkontrolle
schon gemacht? Außencheck? Nein?? Dann aber ran! Querruder links
- rechts; Seitenruder - links - rechts - Vollausschlag. Höhenruder!
Anschlüsse überprüfen! Schüttelprobe! Alles okay.
Haube drauf. Es kann losgehen. Tatsächlich, das Seil ist auch da!
Einer aus der Startmannschaft klinkt ein: "Aus!" tönt es von unten.
"Aus" tönt es von innen. "Ein!" (von unten). "Ein!" (von innen).
Startklar? Der Daumen geht hoch: "Startklar!" Einer an die Fläche.
Telefon! Der Startschreiber kurbelt schon: ... startklar! Seil einziehen!
Der Windenfahrer (ein Segelflieger, der auch gerne würde ...) startet
die Winde. Das Seil beginnt sich zu straffen.
"Seil straff!" kommt
die Meldung vom Startschreiber an den Windenfahrer. "Straff!" gibt der
zurück. Das Flugzeug beginnt zu rollen, wird frei, steigt in sein
Element auf. Todschick hängt es da. Gleich wird das Seil fallen;
"Ende!" gibt der Startschreiber durch, "Ende!" kommt es aus dem Telefon
zurück. Der Windenfahrer holt das Seil ein, läßt den
Motor "sterben". Der Rückholer hat sich schon auf den Weg gemacht.
Der Startschreiber notiert die Startzeit.
E i n e r ist in
der Luft. E i n e r
Verstehst Du
nun, warum Segelfliegen kein Sport für Egoisten ist? "Einer für
alle, alle für einen!" Wenn dieser hehre Spruch für die Ameisen
gilt, dann auch für Segelflieger. Leute vom Typ "Hoppla jetzt komm'
ich" passen nicht in die Landschaft der Segelflieger. Sie würden
sich todsicher unbeliebt machen. Segelflieger besitzen eine Reihe Sinnesorgane
mehr als der Durchschnittsbürger; eines davon reagiert sehr fein
auf "Kameraden", die nur Nutznießer sein wollen. Die nur das eine
Ziel kennen: Sich in ein Flugzeug zu setzen, irgendwo fern des Platzes
ihre Runden abzudrehen, zu landen und dann "Adieu" zu sagen. Dies mußt
Du in Deine Überlegungen mit einbeziehen: Segelflieger - "echte
Segelflieger" - sind öfter am Boden anzutreffen, als in der Luft.
Salopp ausgedrückt: Das "Boden - Luft -Verhältnis" ist ein
sehr einseitiges; ein5eitig hoch auf der Seite "Boden"!! Du wirst sehr
viel Zeit aufwenden müssen für Deinen Sport, weniger, um zu
fliegen, mehr - viel mehr! - für das Möglichmachen des Fliegens.
Dafür aber recken sich auch viele Hände, wenn Du einmal am
Start stehst. Ganz selbstverständlich wird dies geschehen - ohne,
daß Du dafür "Danke" sagen müßtest. Und solltest
Du irgendwann später einmal eine Landung verkorksen und erst in
der zweiten Hälfte des Platzes zum Stehen kommen, niemand aus deiner
Startmannschaft wird murren; man weiß, daß Du im umgekehrten
Falle auch dastehen würdest. Schwamm drüber!...
Nach der Flugsaison
- Nachsaison.
Im Sommerhalbjahr
wollen wir möglichst viel fliegen - klar! Daß dabei auch
"Nebentätigkeiten" anfallen, weißt Du nun. Das dicke Ende
steht jedoch noch aus! Da hat sich gegen Ende der Saison einiges an
reperaturbedürftigem Gerät angesammelt. Was zwischendurch
nur notdürftig geflickt oder gar nicht in Angriff genommen wurde
- jetzt ist die hohe Zeit dazu gekommen. Und wieder muß kräftig
angepackt werden. Werkstattdienst heißt das dann so schön.
Nun verwaist das Fluggelände, dafür aber zieht Leben in die"heiligen
Hallen" ein. Ebenso, wie jeder Autobesitzer sein Fahrzeug zur TÜV-Inspektion
bringen muß, werden auch Flugzeuge regelmäßig auf ihre
Flugtüchtigkeit überprüft. Amtlicherseits. Und nicht
nur alle zwei Jahre, sondern alle Jahre wieder! Da gilt es, neue Steuerseile
einzuziehen, Instrumente zur Nachprüfung auszubauen, Flugzeuge
abzuhäuten, wieder neu zu bespannen usw., usw. ... "Kann ich da
überhaupt mithelfen?" wirst Du vielleicht fragen? "ich habe doch
keine Ahnung von so etwas." Du kannst, sei es versichert. Zwar ist ein
Flugzeug kein Spielzeug, an dem jeder nach Belieben herumbasteln könnte,
aber dafür haben wir ausgebildete Leute, Werkstattleiter, die dafür
sorgen, daß jeder am richtigen Platz die zugeteilte Arbeit richtig
tut. Schließlich hängen auch Flieger - oder gerade Flieger
- am Leben.
Welchen Platz Du in
dieser Runde einnehmen sollst? Dies ist nur ein scheinbares Problem.
Du bringst aus Deinem Beruf Erfahrungen mit, die sich als nützlich
erweisen werden, oder aber - wenn Du noch Schüler bist - wirst
Du einfach einmal stiller Beobachter sein. Die "alten Hasen" werden
sehr schnell Deine speziellen Begabungen erkennen und Dich an den rechten
Platz stellen. Du müßtest schon zwei linke Hände haben,
um uns da Kopfzerbrechen zu machen. Und niemand ist sich bei uns zu
schade, auch einmal solche Arbeiten zu tun, die er von seinen Kenntnissen
und Fähigkeiten her sonst nicht zu tun bereit wäre! Würden
wir diese Arbeiten nicht selbst leisten und unsere Segelflugzeuge beispielsweise
zur Überholung an eine Firma für Segelflugzeugbau geben, die
Kosten wären für den Verein unerschwinglich! Und der Verein
sind wir! Unser Hobby soll uns schließlich nicht in den finanziellen
Ruin treiben.
Wenn Segelflieger
einmal nicht arbeiten und nicht fliegen:
dann pflegen
sie Geselligkeit. Segelflieger "hocken" gerne zusammen. Sie ist schon
sprichwörtlich, die Kameradschaft unter ihnen. Da steht keiner
abseits, es sei denn, er wollte dies. Beliebter Sammlungspunkt ist -
wie sollte es anders sein - die Werkstatt. Ein bullernder Ofen sorgt
dort im Winter für wohlige Wärme. Eine allzeit offene Küche
lädt zum Selbstbruzzeln ein. Ein wohlbestückter Keller steht
auch zur Verfügung. Schlafplätze gibt es genügend. Das
hat ,sich schon sehr oft als nützlich erwiesen. Schon mancher "versumpfte",
ohne es rechtzeitig gemerkt zu haben. Segelflieger haben ja auch immer
Gesprächsstoff. So wie sich Angler gegenseitig von ihren größten
Fängen berichten, so dreht sich bei den Segelfliegern alles ums
Fliegen. Die tollsten Geschichten wirst Du da hören. Ein Erlebnis
wahrer als das andere! Ein Wunder, daß wir sie noch alle unter
uns haben. Du wirst Dich schnell wohl fühlen in dieser Runde. Lauter
Menschen!
Ein wenig
Gewissenserforschung
Nun weißt
Du schon einiges über uns. Du solltest jetzt einmal Zwischenbilanz
ziehen. Ehrlich: Stimmt es noch, das Bild, das Du Dir über uns
gemacht hast? Wir wollen Dir dazu einige Gewissensfragen stellen; sie
sollen. Dir helfen, Deinen "Standort" festzustellen.
Da wäre
zunächst die Frage: Kommst Du mit Deiner Freizeit bisher klar -oder
reicht sie schon jetzt nicht vorne und nicht hinten? Bist Du vielleicht
schon Mitglied mehrerer "freizeitintensiver" Vereine? Wird es Deine
Familie (bzw. Freund, Freundin ...) verkraften, wenn Du einen großen
Teil Deiner freien Zeit der Fliegerei zu opfern gewillt bist?
Eine weitere
Frage: Entspringt Dein Wunsch, fliegen lernen zu wollen, nur einem Augenblicksinteresse,
oder bist Du sicher, bei der Stange bleiben zu können? Willst Du
den Luftfahrerschein deshalb erwerben, um ihn nachher vorzeigen zu können?
Bist Du bereit, aktiv im Verein mitzuarbeiten - oder interessiert Dich
n u r das Fliegen?
Kannst Du Dich
den Zielen einer Gruppe unterordnen? Oder anders gefragt:Bist Du sozial
genug eingestellt, um Deine Interessen auch einmal den Interessen des
Ganzen zu "opfern"?
Eine Menge
Fragen ließen sich hier noch anschließen; wenn Du diese
hier jedoch positiv beantworten konntest, dann erübrigen sich weitere.
Dann stehst Du mit einem Bein schon bei uns drin! Dann lohnt es sich
für Dich, weiterzulesen. Denn jetzt wollen wir endlich vom eigentlichen
sprechen:
vom Fliegen.
Nun erst
recht oder: Wie werde ich ein Segelflieger?
Wesentliche
Aufgabe eines jeden Vereins ist die Ausbildung von "Nachwuchs". Auch
wir haben uns diese Aufgabe gestellt. Sie ist in unserer Satzung fest
verankert. Wenn Du mindestens 14 Lebensjahre zählst, kannst Du
zur Schulung zugelassen werden. Den Luftfahrerschein - das Ziel der
Ausbildung - kannst Du frühestens mit 17 Jahren erwerben. Voraussetzung
dafür ist eine bestandene praktische und theoretische Prüfung.
Wie sieht nun der Weg dahin aus?
Besprechen
wir zunächst die praktische Seite. Bevor Du Dich zum ersten Mal
in ein Schulflugzeug setzen darfst, mußt Du einen amtlich bestellten
Fliegerarzt aufsuchen. Er wird Dich auf Fliegertauglichkeit untersuchen
und Dir - wenn alles seine "Richtigkeit" hat - ein auf höchstens
zwei Jahre befristetes Tauglichkeitszeugnis ausstellen. Dann erst kann
es losgehen. Du sitzt zusammen mit Deinem Fluglehrer zum ersten Schulstart
in einem Segelflugzeug. Er wird versuchen, Dir diesen Flug (vielleicht
Dein erster überhaupt?) zu einem bleibenden Erlebnis werden zu
lassen. Wahrscheinlich findet dieser Flug gegen Abend statt. Die Luft
,ist dann ganz ruhig; irgendwo "trägt" es vielleicht noch ein wenig.
Sanft gleitet das Flugzeug mit euch durch die Luft. Es tut alles, was
von ihm verlangt wird. Du wirst das Vertrauen zu ihm gewinnen; auch
zu Deinem Fluglehrer Er ist es ja, der Dir das Fliegen beibringen will.
Viele Starts werden dazu notwendig sein. Irgendwann einmal wird es aber
soweit sein: Dein Fluglehrer hält Dich für flügge. Er
wirft Dich aus dem sicheren Nest. Bestimmt nicht aufs Geradewohl! Ihm
bibbert es vielleicht mehr als Dir, aber er weiß, Du bist reif
für den ersten Alleinflug. Also nimmt er in aller Bescheidenheit
seinen Knüppel und schickt Dich alleine fort. Der Meister hat seine
Schuldigkeit getan. Du brauchst ihn nicht mehr. Nie wirst Du diesen
Augenblick vergessen. Er ist vielleicht der schönste in einem Segelfliegerleben.
Zum Dank für
Deine kühne Tat erwartet Dich nur roher Brauch: Nach Deinem 3.
Alleinflug wird man Dir das Fell, besser: den Allerwertesten kräftig
gerben. Wenn es sich auch anders anfühlen wird - es ist eine eindeutige
Gunstbezeigung! Es ist die "Eintrittskarte" in einen verschworenen "Haufen"!
"Schnell gegangen",
wirst Du sagen. So schnell geht es nun wirklich nicht! Da schrieb z.
B. jüngst ein Ausbildungsleiter: "Jeder weiß, daß die
goldenen Zeiten des unbeschwerten Vagabundierens durch die Lüfte
vorbei sind; die Segelflieger sind fester Bestandteil der "generalaviation"
(d. h. der allgemeinen Luftfahrt, d. V.) geworden und unterliegen damit
der strengen Aufsicht der Behörden. Was unsere Beteiligung am Luftverkehr
betrifft, so werden die Pflichten immer mehr, die Rechte immer weniger;
weitere Einschränkungen unserer Bewegungsfreiheit können wir
nur vermeiden, wenn wir von allen Luftverkehrsteilnehmern als Partner
(!) anerkannt werden. Dies können wir wiederum nur erreichen, wenn
wir den anderen an Wissen und Disziplin nicht nachstehen. Voraussetzung
für mehr Wissen ist Unterricht und Selbststudium
Damit dürfte
Dir eines klar geworden sein: Der alte Spruch, wonach Fliegen leichter
als Radfahren sei, gilt nicht mehr, vielmehr: galt noch nie! Zum Segelfliegen
gehört eben mehr, als nur Kreise am Himmel ziehen zu können.
Da brauchst Du zum Beispiel ein Funksprechzeugnis, das zu erwerben nicht
gerade leicht ist. Da mußt Du für den Erwerb des Luftfahrerscheins
"so nebenbei" Kenntnisse in Aerodynamik und Flugmechanik, in Navigation,
in Instrumentenkunde, in Meteorologie (Vorsicht!), in Erster Hilfe,
in Werkstattkunde und nicht zuletzt in "Verhalten in besonderen Fällen"
nachweisen. Nicht ganz so einfach, die Sache. Aber keine Angst, wo ein
Wille ist, ist auch ein Weg. Deine Kameraden helfen Dir wo es nur geht.
Fluglehrer und erfahrene Mitglieder halten kostenlosen Unterricht in
den Prüfungsgebieten. Sie setzen sich zum Ziel, Dir das benötigte
Wissen auf "leichtverdaulichste Art" beizubringen.
Ist Fliegen nur
ein Sport für Betuchte?
Nein! Ganz
bestimmt nicht. Jede Fliegergruppe zählt in ihren Reihen Mitglieder
aller Finanzklassen. Die "niederste Finanzklasse" wird überall
durch die Schüler vertreten. Die kann und will niemand schröpfen!
Die dicke Brieftasche steht bei uns nicht an erster Stelle. Nicht, daß
wir kein Verhältnis zu Geld hätten, wir brauchen es sehr notwendig,
aber "Geld" alleine macht ein Vereinsmitglied nicht wertvoll. Da spielen
andere Qualitäten eine mindestens gleichrangige Rolle! Nicht alles
läßt sich kaufen; Ein Segelflieger zu sein, verlangt mehr.
Ausblick
Erinnere Dich,
wovon wir ausgegangen sind: von Deinem Vorhaben, in eine Fluggemeinschaft
einzutreten und Segelflieger zu werden. Wir haben hier versucht, Dir
einige "Hintergrundinformationen" zu geben, die Dir Deine Entscheidung
erleichtern sollten; oder aber auch zu erkennen geben sollten, daß
Du die Sache vielleicht unter falschen Voraussetzungen in Angriff genommen
hast. Hoffentlich hast Du erkannt, daß wir Dir nicht etwa das
Fliegen madig machen wollten; beileibe nicht. Wir wollten Dir klaren
Wein einschenken. Es wäre doch schade, würdest Du auch zu
denen zählen, die uns aus enttäuschten Erwartungen heraus
schon bald wieder den Rücken kehren. Oder aber nie so recht heimisch
werden bei uns. Wir wollen Leute, die sich von Anfang an als Fliegerkameraden
fühlen, die da sind, wenn sie gebraucht werden, die mithelfen,
unsere Fluggemeinschaft "lebendig" zu erhalten. Wenn Du -noch immer
- einer von uns werden willst -